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Photovoltaik & Speicher

Photo­voltaik & Speicher in Wildeshausen

„Lohnt sich eine Solaranlage bei uns, und brauchen wir einen Speicher?“

Die Rechnung einer Solaranlage entscheidet sich nicht auf dem Dach, sondern im Haus. Eine Kilowattstunde, die Sie selbst verbrauchen, spart den Preis, den Sie sonst dafür bezahlen. Eine Kilowattstunde, die ins Netz geht, bringt die Einspeisevergütung. Zwischen diesen beiden Beträgen liegt ein deutlicher Unterschied, und daraus folgt fast alles andere.

Deshalb ist die erste Frage nicht, wie viele Module auf das Dach passen, sondern wann in Ihrem Haushalt Strom gebraucht wird. Wer tagsüber arbeitet und abends kocht, hat ein anderes Ergebnis als ein Haushalt mit Wärmepumpe, die über Monate durchläuft.

Die zweite Frage betrifft das Dach selbst. Eine Anlage soll zwanzig Jahre und länger oben bleiben. Wenn die Deckung in fünf Jahren fällig ist, gehört das Dach zuerst dran, sonst wird die Anlage abgebaut und wieder aufgebaut, und das kostet ein zweites Mal.

Vorhaben schildern
Montageschiene mit Dachhaken auf der Lattung eines Ziegeldachs, darüber die angesetzte untere Modulreihe

Was zuerst geklärt wird

Am Dach: Ausrichtung, Neigung, Fläche und Verschattung. Süd ist gut, Ost und West sind besser als ihr Ruf, weil sie den Strom über den Tag verteilen statt ihn mittags zu bündeln. Verschattung ist der Punkt, der Erträge frisst: Schornstein, Gaube, Antenne, der Baum des Nachbarn, der in zehn Jahren höher steht als heute. Das wird aufgenommen und nicht überschlagen.

Im Haus: der Jahresverbrauch aus der letzten Abrechnung und die Frage, wann er anfällt. Dazu kommt, was noch geplant ist. Eine Wärmepumpe, ein Elektroauto oder die Warmwasserbereitung über Strom verändern das Bild vollständig. Wenn eines davon in den nächsten Jahren kommen soll, wird die Anlage darauf ausgelegt. Nachträglich erweitern ist möglich, aber selten günstig.

Warum der Eigenverbrauch die Rechnung macht

Die Einspeisevergütung für kleine Dachanlagen gibt es weiterhin, und sie wird über zwanzig Jahre gezahlt. Sie sinkt aber seit Jahren in regelmäßigen Schritten, und die Bedingungen sind an den Zeitpunkt der Inbetriebnahme gebunden. Unter anderem entfällt die Vergütung bei neueren Anlagen in Stunden, in denen der Börsenpreis für Strom negativ ist. Was für Ihre Anlage gilt, hängt daran, wann sie in Betrieb geht.

Daraus folgt die praktische Konsequenz: Planen Sie für den eigenen Verbrauch, nicht für die Einspeisung. Waschmaschine und Geschirrspüler am Vormittag, Warmwasser über die Mittagsstunden, das Auto am Wochenende bei Sonne. Eine Wärmepumpe ist der beste Abnehmer, den es gibt, weil sie über die Heizmonate stetig läuft. Deshalb rechnen wir Solaranlage und Wärmeerzeugung zusammen, wenn beides in Frage kommt.

Wann ein Speicher sich lohnt

Ein Speicher verschiebt Strom vom Mittag in den Abend. Er lohnt sich dort, wo abends viel gebraucht wird und tagsüber wenig. Wenn dagegen eine Wärmepumpe oder ein Auto tagsüber Strom abnimmt, ist der Nutzen kleiner, weil der Strom ohnehin im Haus bleibt.

Zwei Dinge werden regelmäßig verwechselt. Erstens die Kapazität: Angegeben wird oft die Bruttokapazität, nutzbar ist weniger. Lassen Sie sich die nutzbare Kapazität schriftlich geben. Zweitens die Notstromfähigkeit. Eine normale Anlage schaltet bei Stromausfall ab, das ist eine Sicherheitsvorschrift und kein Fehler. Wenn Sie bei Ausfall weiter Strom haben wollen, ist das eine eigene Funktion, die bestellt und verkabelt werden muss. Und der Speicher braucht einen Aufstellort, der trocken und frostfrei ist und in dem es im Sommer nicht zu warm wird.

Dach, Statik und der richtige Zeitpunkt

Vor der Montage sieht sich jemand die Unterkonstruktion an: Sind die Sparren in Ordnung, hält die Lattung, ist eine Unterspannbahn vorhanden? Die Dachhaken werden an den Sparren befestigt, nicht an der Lattung, und die Deckung wird an diesen Stellen bearbeitet. Ein Betrieb, der das Dach vorher nicht betreten hat, kann kein verbindliches Angebot machen.

Wenn eine neue Deckung ohnehin ansteht, ist die Reihenfolge klar: erst das Dach, dann die Anlage, und beides mit demselben Gerüst. Das ist der Punkt, an dem sich Abstimmung in Geld übersetzt. Dazu gehören der Leitungsweg vom Wechselrichter zum Zählerschrank und der Überspannungsschutz, der bei einer Anlage auf dem Dach kein Zubehör ist.

Anmeldung, Steuerbarkeit und Steuern

Eine Anlage wird beim Netzbetreiber angemeldet, bevor sie in Betrieb geht, und sie wird im Marktstammdatenregister eingetragen. Beides übernimmt in der Regel der Fachbetrieb, aber Sie sollten wissen, dass es passieren muss. Eine nicht gemeldete Anlage ist ein Problem, das erst später auffällt. Dazu kommt ein Zählerwechsel, den der Messstellenbetreiber ausführt.

Neue Anlagen müssen steuerbar sein, damit der Netzbetreiber im Ausnahmefall eingreifen kann. Dafür braucht es eine entsprechende Messeinrichtung und Platz im Zählerschrank. Steuerlich ist eine kleine Dachanlage heute deutlich einfacher als früher: Für Anlagen bis zu einer bestimmten Größe sind die Einnahmen von der Einkommensteuer befreit, und für Kauf und Installation auf Wohngebäuden fällt derzeit keine Umsatzsteuer an. Beides ist an Bedingungen gebunden und wurde in den letzten Jahren mehrfach geändert. Deshalb gehört diese Frage vor der Bestellung noch einmal auf den Tisch, am besten mit Ihrem Steuerberater.

Wie lange es dauert und was Sie vorher wissen sollten

Die Montage selbst ist bei einem Einfamilienhaus meist an einem bis drei Tagen erledigt. Die Zeit vorher steckt in Lieferung, Anmeldung und Zählerwechsel, und darauf hat der Fachbetrieb nur begrenzt Einfluss. Rechnen Sie von der Beauftragung bis zur Inbetriebnahme mit Wochen, nicht mit Tagen.

Machen Sie Angebote vergleichbar, bevor Sie entscheiden. Fragen Sie nach: Leistung in Kilowatt-Peak, Anzahl und Typ der Module, Wechselrichter, nutzbare Speicherkapazität, Gerüst, Arbeiten am Zählerschrank, Anmeldung und Dokumentation, und was davon im Preis steckt. Zwei Angebote unterscheiden sich meist nicht in den Modulen, sondern darin, was alles nicht darin enthalten ist. Und lassen Sie sich zeigen, wie Sie die Erträge im Blick behalten. Eine Anlage, die drei Monate nur zur Hälfte läuft, fällt sonst niemandem auf.

Wer das macht

Aus der Gilde: Photovoltaik & Speicher

Photovoltaik & Speicher

SL-Technik GmbH

Wildeshausen

Wir führen Elektroinstallationen, Smart Home und Netzwerktechnik bei Privat-, Gewerbe- & Industrieprojekten durch. Wir installieren Photovoltaikanlagen, Ladeinfrastruktur und Speichertechnik in jeder Größe.

  • Photovoltaikanlagen
  • Batteriespeicher
  • Ladeinfrastruktur

Leon Stöver, Geschäftsführer

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Häufig gefragt

Lohnt sich ein Speicher?

Das hängt daran, wann Sie Strom verbrauchen. Bei hohem Abendverbrauch und wenig Abnahme am Tag bringt er viel. Wenn eine Wärmepumpe oder ein Auto tagsüber Strom zieht, ist der Vorteil kleiner. Wir rechnen das an Ihrem Verbrauchsprofil durch, statt es pauschal zu beantworten.

Hält unser Dach die Anlage?

In den meisten Fällen ja, weil das Gewicht der Module verteilt und im Verhältnis zur Schneelast gering ist. Angesehen wird trotzdem, und zwar von innen: Sparren, Lattung, Feuchtespuren. Wenn die Deckung in wenigen Jahren fällig ist, gehört sie zuerst gemacht.

Was passiert bei Stromausfall?

Eine normale Anlage schaltet ab. Das ist Vorschrift, damit keine Spannung in ein Netz gespeist wird, an dem gearbeitet wird. Wenn Sie bei Ausfall weiter Strom haben möchten, ist das eine eigene Funktion des Speichers und muss ausdrücklich bestellt und verkabelt werden.

Können wir später erweitern?

Technisch ja, wirtschaftlich ist es selten günstig, weil Gerüst, Montage und Arbeiten am Zählerschrank ein zweites Mal anfallen. Wenn Wärmepumpe oder Elektroauto absehbar sind, wird die Anlage besser gleich darauf ausgelegt. Sagen Sie also auch, was erst in ein paar Jahren kommt.

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